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NITTNAUS ANITA UND HANS
Weingut Anita und Hans Nittnaus – charakterstarke Weine aus dem Burgenland
Weine zum Leben. Seit 1684. Dieser Leitsatz bringt die Philosophie des Weinguts Anita und Hans Nittnaus aus Gols im Burgenland auf den Punkt. Seit Generationen ist die Familie mit dem Weinbau am Neusiedler See verbunden. Hier, im pannonisch geprägten Osten Österreichs, entstehen Weine, die ihre Landschaft widerspiegeln: kraftvoll und zugleich elegant, tiefgründig und unverwechselbar in ihrer Herkunft.
Das Weingut Nittnaus verbindet traditionelle Weinbaukultur mit einem konsequenten Bekenntnis zu Natürlichkeit und biodynamischer Bewirtschaftung. Ziel sind authentische, langlebige Weine, die nicht kurzfristigen Moden folgen, sondern ihre Persönlichkeit über Jahre und Jahrzehnte entwickeln können. Dabei stehen besonders die autochthonen und regional verwurzelten Rebsorten Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent im Mittelpunkt.
Gols und der Neusiedler See – pannonisches Klima als Qualitätsfaktor
Gols zählt zu den bedeutenden Weinbauorten am Neusiedler See. Das pannonische Klima mit warmen, trockenen Sommern und vergleichsweise milden Herbstbedingungen schafft hervorragende Voraussetzungen für die Reife roter und weißer Rebsorten. Zugleich beeinflusst der See mit seiner großen Wasserfläche und dem breiten Schilfgürtel das regionale Mikroklima und trägt zu einem differenzierten Reifeverlauf bei.
Die Böden rund um den Neusiedler See sind vielfältig und prägen den Stil der Weine entscheidend. Sandig-schottrige Böden im Heideboden, die unterschiedlichen Untergründe der Golser Lagen sowie die kalk- und schiefergeprägten Böden des Leithabergs ermöglichen eine breite Palette an Ausdrucksformen. Für Anita und Hans Nittnaus ist diese Vielfalt Verpflichtung und Inspiration zugleich: Jeder Wein soll die Eigenheiten seiner Herkunft zeigen, statt durch einen einheitlichen Kellerstil geprägt zu werden.
Biodynamischer Weinbau – Natürlichkeit als Grundhaltung
Die Verbundenheit mit der Natur ist ein wesentlicher Bestandteil der Philosophie des Weinguts Nittnaus. Sämtliche Weingärten wurden konsequent auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Ab dem Jahrgang 2013 sollten damit alle Weingutsweine biologisch beziehungsweise biodynamisch erzeugt werden.
Dieser Ansatz versteht den Weinberg als lebendigen Organismus, in dem Boden, Rebe, Klima und weitere natürliche Faktoren miteinander verbunden sind. Ziel ist es, die Vitalität der Böden zu fördern und die Reben in ihrem natürlichen Gleichgewicht zu unterstützen. Die Arbeit im Weingarten bildet so die Grundlage für Weine, die ihre Herkunft präzise ausdrücken und eine eigenständige Persönlichkeit entwickeln.
Die biodynamische Ausrichtung ist dabei kein Selbstzweck, sondern Teil eines umfassenden Qualitätsverständnisses. Naturnähe, Geduld und ein respektvoller Umgang mit den natürlichen Voraussetzungen sollen Weine hervorbringen, die nicht nur im Moment überzeugen, sondern über lange Zeit Freude bereiten.
Comondor – die Rotwein-Cuvée als Flaggschiff
Die Geschichte des Comondor steht exemplarisch für die Entwicklung des Weinguts Nittnaus und des österreichischen Rotweins. Als der Betrieb 1985 übernommen wurde, galten internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot als wichtige Wegbereiter für ambitionierte Rotweine. Gleichzeitig wagte die Familie im Ungerberg ein Experiment und pflanzte Blaufränkisch.
Der Jahrgang 1990 brachte zwei herausragende Weine hervor: einen Cabernet Sauvignon aus dem Edelgrund und einen Blaufränkisch aus dem Ungerberg. Aus der Erkenntnis, dass sich diese Weine ideal ergänzten, entstand die Idee einer gemeinsamen Cuvée. Der Comondor war geboren – benannt nach einer ungarischen Hirtenhunderasse und bis heute das Flaggschiff des Weinguts.
Über die Jahre hat sich der Stil weiterentwickelt. Die Cuvée wurde zunehmend eleganter, subtiler und stärker von ihrer regionalen Herkunft geprägt. Seit 1998 löste der vollmundige, elegante Merlot den rustikaleren Cabernet Sauvignon als Hauptsorte ab. Ab 2004 basiert der Comondor auf Merlot, Blaufränkisch und Zweigelt.
Das Ergebnis ist eine charaktervolle Rotweincuvée, in der sich internationale Rebsortenkompetenz und pannonische Identität verbinden. Der Comondor steht für Konzentration, Struktur und Reifepotenzial, ohne seine Eleganz aus den Augen zu verlieren.
Pannobile – eine Idee wird zum Qualitätsversprechen
Mit Pannobile entstand Anfang der 1990er-Jahre eine Antwort auf die Frage, ob große Rotweine nicht ebenso überzeugend aus heimischen Rebsorten hervorgehen können. Nach den schwierigen Jahren im Umfeld des österreichischen Weinskandals wollten engagierte Golser Winzer das Potenzial ihrer Region neu definieren und international sichtbar machen.
Der Name verbindet die Begriffe Pannonien und nobel. Er steht nicht nur für einen Wein, sondern auch für eine gemeinsame Herkunfts- und Qualitätsidee. Seit dem Jahr 2000 sind für den roten Pannobile ausschließlich Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent zugelassen. Die weiße Variante basiert auf weißen Burgundersorten und Neuburger.
Pannobile entwickelte sich zugleich zu einer dynamischen Winzergruppe mit neun Mitgliedern und einem klar definierten geografischen Bezug. Gemeinsam steht sie für das Potenzial des Weinbaugebiets Neusiedlersee und für Rotweine, die ihre Identität aus regionalen Rebsorten, dem pannonischen Klima und den besonderen Böden rund um Gols beziehen.
Für das Weingut Nittnaus ist Pannobile Ausdruck einer konsequenten Rückbesinnung auf die eigene Herkunft: eigenständig, regional verwurzelt und mit dem Anspruch, österreichischen Rotwein international auf Augenhöhe zu präsentieren.
Leithaberg – Kalk, Schiefer und mineralische Finesse
Die Entdeckung des Leithabergs eröffnete dem Weingut Nittnaus eine weitere Perspektive auf die Vielfalt des Burgenlands. 1999 kaufte Hans Nittnaus erstmals Zweigelt-Trauben aus der Lage Greiner in Jois zu. Der daraus entstandene Wein zeigte eine bemerkenswerte Mineralität, Rasse und Spannung – und weckte das Interesse an den geologischen Besonderheiten des Leithagebirges.
Die Region zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Gesteinen aus. Muschelkalk trifft auf Glimmerschiefer und Quarzit. Diese unterschiedlichen Untergründe liegen teilweise dicht nebeneinander und können sogar innerhalb einzelner Weingärten wechseln. Hinzu kommt die Südostexposition vieler Standorte sowie der klimatische Einfluss des Neusiedler Sees.
Besonders der spät reifende Blaufränkisch profitiert von diesen Bedingungen. Eine lange Reifezeit am Rebstock ermöglicht es, die Eigenheiten des Standorts präzise herauszuarbeiten. Die daraus entstehenden Weine verbinden physiologische Reife mit Frische, Finesse und mineralischer Spannung.
Auch bei den Weißweinen wird die Bodenvielfalt sichtbar: Chardonnay findet auf kalkgeprägten Böden passende Voraussetzungen, während Weißburgunder beziehungsweise Pinot Blanc sowohl Kalk als auch Schiefer widerspiegeln kann. Grüner Veltliner ergänzt das Spektrum auf schiefergeprägten Standorten.
Die Weine vom Leithaberg bilden damit eine eigenständige Herkunftswelt neben den Golser Weinen. Sie stehen für Mineralität, Eleganz und eine präzise geologische Handschrift.
Heideboden – pannonische Trinkfreude und Verlässlichkeit
Der Heideboden zeigt eine andere Seite des Weinbaus am Neusiedler See. Die flache Großlage ist geprägt von durchlässigen, sandig-schottrigen Böden, die für den Weinbau günstige Bedingungen schaffen. Anders als in den kalk- und schieferreichen Lagen des Leithabergs stehen hier zugängliche Frucht, harmonische Struktur und unkomplizierter Genuss im Vordergrund.
1994 kreierte das Weingut Nittnaus den Heideboden als vollmundigen Rotwein mit hohem Trinkvergnügen. Die Cuvée basiert auf Zweigelt und Blaufränkisch, ergänzt durch einen Anteil Merlot. Der Ausbau in kleinen, gebrauchten Holzfässern unterstützt die harmonische Entwicklung, ohne die Herkunft und den fruchtbetonten Charakter zu überdecken.
Der Heideboden ist ein vielseitiger Begleiter für zahlreiche Gelegenheiten: bereits in jungen Jahren zugänglich, zugleich mit Potenzial für einige Jahre Flaschenreife. Er verkörpert eine unkomplizierte, lebensnahe Seite des burgenländischen Rotweins.
Auch Weißwein hat in dieser Region Tradition. Mit Pinot Blanc beziehungsweise Weißburgunder setzt das Weingut auf eine Rebsorte, die zu den wichtigen weißen Qualitätsweinsorten des Burgenlands zählt und die pannonische Herkunft auf ihre eigene Weise interpretiert.
Weine mit Herkunft, Charakter und Zeit
Das Weingut Anita und Hans Nittnaus vereint vier prägende Elemente: die lange Familiengeschichte in Gols, das pannonische Klima des Neusiedler Sees, die geologische Vielfalt des Burgenlands und die Überzeugung, dass große Weine aus einer respektvollen Beziehung zur Natur entstehen.
Vom kraftvoll-eleganten Comondor über den regional verwurzelten Pannobile bis zu den mineralisch geprägten Weinen vom Leithaberg und dem zugänglichen Heideboden zeigt sich die Bandbreite des Hauses. Jeder Wein folgt seiner eigenen Herkunft und seinem individuellen Reifepotenzial.
Nittnaus steht für biodynamische Weine aus dem Burgenland, die nicht nur einen Jahrgang repräsentieren, sondern Menschen über viele Jahre begleiten sollen. Weine zum Leben – geprägt von Pannonien, gewachsen in Gols und verwurzelt in einer Weinbaugeschichte, die bis ins Jahr 1684 zurückreicht.
Weine zum Leben. Seit 1684. Dieser Leitsatz bringt die Philosophie des Weinguts Anita und Hans Nittnaus aus Gols im Burgenland auf den Punkt. Seit Generationen ist die Familie mit dem Weinbau am Neusiedler See verbunden. Hier, im pannonisch geprägten Osten Österreichs, entstehen Weine, die ihre Landschaft widerspiegeln: kraftvoll und zugleich elegant, tiefgründig und unverwechselbar in ihrer Herkunft.
Das Weingut Nittnaus verbindet traditionelle Weinbaukultur mit einem konsequenten Bekenntnis zu Natürlichkeit und biodynamischer Bewirtschaftung. Ziel sind authentische, langlebige Weine, die nicht kurzfristigen Moden folgen, sondern ihre Persönlichkeit über Jahre und Jahrzehnte entwickeln können. Dabei stehen besonders die autochthonen und regional verwurzelten Rebsorten Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent im Mittelpunkt.
Gols und der Neusiedler See – pannonisches Klima als Qualitätsfaktor
Gols zählt zu den bedeutenden Weinbauorten am Neusiedler See. Das pannonische Klima mit warmen, trockenen Sommern und vergleichsweise milden Herbstbedingungen schafft hervorragende Voraussetzungen für die Reife roter und weißer Rebsorten. Zugleich beeinflusst der See mit seiner großen Wasserfläche und dem breiten Schilfgürtel das regionale Mikroklima und trägt zu einem differenzierten Reifeverlauf bei.
Die Böden rund um den Neusiedler See sind vielfältig und prägen den Stil der Weine entscheidend. Sandig-schottrige Böden im Heideboden, die unterschiedlichen Untergründe der Golser Lagen sowie die kalk- und schiefergeprägten Böden des Leithabergs ermöglichen eine breite Palette an Ausdrucksformen. Für Anita und Hans Nittnaus ist diese Vielfalt Verpflichtung und Inspiration zugleich: Jeder Wein soll die Eigenheiten seiner Herkunft zeigen, statt durch einen einheitlichen Kellerstil geprägt zu werden.
Biodynamischer Weinbau – Natürlichkeit als Grundhaltung
Die Verbundenheit mit der Natur ist ein wesentlicher Bestandteil der Philosophie des Weinguts Nittnaus. Sämtliche Weingärten wurden konsequent auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Ab dem Jahrgang 2013 sollten damit alle Weingutsweine biologisch beziehungsweise biodynamisch erzeugt werden.
Dieser Ansatz versteht den Weinberg als lebendigen Organismus, in dem Boden, Rebe, Klima und weitere natürliche Faktoren miteinander verbunden sind. Ziel ist es, die Vitalität der Böden zu fördern und die Reben in ihrem natürlichen Gleichgewicht zu unterstützen. Die Arbeit im Weingarten bildet so die Grundlage für Weine, die ihre Herkunft präzise ausdrücken und eine eigenständige Persönlichkeit entwickeln.
Die biodynamische Ausrichtung ist dabei kein Selbstzweck, sondern Teil eines umfassenden Qualitätsverständnisses. Naturnähe, Geduld und ein respektvoller Umgang mit den natürlichen Voraussetzungen sollen Weine hervorbringen, die nicht nur im Moment überzeugen, sondern über lange Zeit Freude bereiten.
Comondor – die Rotwein-Cuvée als Flaggschiff
Die Geschichte des Comondor steht exemplarisch für die Entwicklung des Weinguts Nittnaus und des österreichischen Rotweins. Als der Betrieb 1985 übernommen wurde, galten internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot als wichtige Wegbereiter für ambitionierte Rotweine. Gleichzeitig wagte die Familie im Ungerberg ein Experiment und pflanzte Blaufränkisch.
Der Jahrgang 1990 brachte zwei herausragende Weine hervor: einen Cabernet Sauvignon aus dem Edelgrund und einen Blaufränkisch aus dem Ungerberg. Aus der Erkenntnis, dass sich diese Weine ideal ergänzten, entstand die Idee einer gemeinsamen Cuvée. Der Comondor war geboren – benannt nach einer ungarischen Hirtenhunderasse und bis heute das Flaggschiff des Weinguts.
Über die Jahre hat sich der Stil weiterentwickelt. Die Cuvée wurde zunehmend eleganter, subtiler und stärker von ihrer regionalen Herkunft geprägt. Seit 1998 löste der vollmundige, elegante Merlot den rustikaleren Cabernet Sauvignon als Hauptsorte ab. Ab 2004 basiert der Comondor auf Merlot, Blaufränkisch und Zweigelt.
Das Ergebnis ist eine charaktervolle Rotweincuvée, in der sich internationale Rebsortenkompetenz und pannonische Identität verbinden. Der Comondor steht für Konzentration, Struktur und Reifepotenzial, ohne seine Eleganz aus den Augen zu verlieren.
Pannobile – eine Idee wird zum Qualitätsversprechen
Mit Pannobile entstand Anfang der 1990er-Jahre eine Antwort auf die Frage, ob große Rotweine nicht ebenso überzeugend aus heimischen Rebsorten hervorgehen können. Nach den schwierigen Jahren im Umfeld des österreichischen Weinskandals wollten engagierte Golser Winzer das Potenzial ihrer Region neu definieren und international sichtbar machen.
Der Name verbindet die Begriffe Pannonien und nobel. Er steht nicht nur für einen Wein, sondern auch für eine gemeinsame Herkunfts- und Qualitätsidee. Seit dem Jahr 2000 sind für den roten Pannobile ausschließlich Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent zugelassen. Die weiße Variante basiert auf weißen Burgundersorten und Neuburger.
Pannobile entwickelte sich zugleich zu einer dynamischen Winzergruppe mit neun Mitgliedern und einem klar definierten geografischen Bezug. Gemeinsam steht sie für das Potenzial des Weinbaugebiets Neusiedlersee und für Rotweine, die ihre Identität aus regionalen Rebsorten, dem pannonischen Klima und den besonderen Böden rund um Gols beziehen.
Für das Weingut Nittnaus ist Pannobile Ausdruck einer konsequenten Rückbesinnung auf die eigene Herkunft: eigenständig, regional verwurzelt und mit dem Anspruch, österreichischen Rotwein international auf Augenhöhe zu präsentieren.
Leithaberg – Kalk, Schiefer und mineralische Finesse
Die Entdeckung des Leithabergs eröffnete dem Weingut Nittnaus eine weitere Perspektive auf die Vielfalt des Burgenlands. 1999 kaufte Hans Nittnaus erstmals Zweigelt-Trauben aus der Lage Greiner in Jois zu. Der daraus entstandene Wein zeigte eine bemerkenswerte Mineralität, Rasse und Spannung – und weckte das Interesse an den geologischen Besonderheiten des Leithagebirges.
Die Region zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Gesteinen aus. Muschelkalk trifft auf Glimmerschiefer und Quarzit. Diese unterschiedlichen Untergründe liegen teilweise dicht nebeneinander und können sogar innerhalb einzelner Weingärten wechseln. Hinzu kommt die Südostexposition vieler Standorte sowie der klimatische Einfluss des Neusiedler Sees.
Besonders der spät reifende Blaufränkisch profitiert von diesen Bedingungen. Eine lange Reifezeit am Rebstock ermöglicht es, die Eigenheiten des Standorts präzise herauszuarbeiten. Die daraus entstehenden Weine verbinden physiologische Reife mit Frische, Finesse und mineralischer Spannung.
Auch bei den Weißweinen wird die Bodenvielfalt sichtbar: Chardonnay findet auf kalkgeprägten Böden passende Voraussetzungen, während Weißburgunder beziehungsweise Pinot Blanc sowohl Kalk als auch Schiefer widerspiegeln kann. Grüner Veltliner ergänzt das Spektrum auf schiefergeprägten Standorten.
Die Weine vom Leithaberg bilden damit eine eigenständige Herkunftswelt neben den Golser Weinen. Sie stehen für Mineralität, Eleganz und eine präzise geologische Handschrift.
Heideboden – pannonische Trinkfreude und Verlässlichkeit
Der Heideboden zeigt eine andere Seite des Weinbaus am Neusiedler See. Die flache Großlage ist geprägt von durchlässigen, sandig-schottrigen Böden, die für den Weinbau günstige Bedingungen schaffen. Anders als in den kalk- und schieferreichen Lagen des Leithabergs stehen hier zugängliche Frucht, harmonische Struktur und unkomplizierter Genuss im Vordergrund.
1994 kreierte das Weingut Nittnaus den Heideboden als vollmundigen Rotwein mit hohem Trinkvergnügen. Die Cuvée basiert auf Zweigelt und Blaufränkisch, ergänzt durch einen Anteil Merlot. Der Ausbau in kleinen, gebrauchten Holzfässern unterstützt die harmonische Entwicklung, ohne die Herkunft und den fruchtbetonten Charakter zu überdecken.
Der Heideboden ist ein vielseitiger Begleiter für zahlreiche Gelegenheiten: bereits in jungen Jahren zugänglich, zugleich mit Potenzial für einige Jahre Flaschenreife. Er verkörpert eine unkomplizierte, lebensnahe Seite des burgenländischen Rotweins.
Auch Weißwein hat in dieser Region Tradition. Mit Pinot Blanc beziehungsweise Weißburgunder setzt das Weingut auf eine Rebsorte, die zu den wichtigen weißen Qualitätsweinsorten des Burgenlands zählt und die pannonische Herkunft auf ihre eigene Weise interpretiert.
Weine mit Herkunft, Charakter und Zeit
Das Weingut Anita und Hans Nittnaus vereint vier prägende Elemente: die lange Familiengeschichte in Gols, das pannonische Klima des Neusiedler Sees, die geologische Vielfalt des Burgenlands und die Überzeugung, dass große Weine aus einer respektvollen Beziehung zur Natur entstehen.
Vom kraftvoll-eleganten Comondor über den regional verwurzelten Pannobile bis zu den mineralisch geprägten Weinen vom Leithaberg und dem zugänglichen Heideboden zeigt sich die Bandbreite des Hauses. Jeder Wein folgt seiner eigenen Herkunft und seinem individuellen Reifepotenzial.
Nittnaus steht für biodynamische Weine aus dem Burgenland, die nicht nur einen Jahrgang repräsentieren, sondern Menschen über viele Jahre begleiten sollen. Weine zum Leben – geprägt von Pannonien, gewachsen in Gols und verwurzelt in einer Weinbaugeschichte, die bis ins Jahr 1684 zurückreicht.
1 bis 8 (von insgesamt 8)