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LIBRANDI

Antonio und Nicodemo Librandi setzen sich, mit großem, geduldigen und ausdauernden Arbeitseinsatz für einen traditionsreichen Weinanbau ein, gewiss ablehnend gegenüber jeder Neuerung, doch haben sie mit ihrem Beispiel bewiesen, dass die Zukunft des Weinanbaus Kalabriens in jener Fähigkeit liegt, Tradition und Innovation mit Maß zu vereinen. Alles fing mit den familieneigenen Weingärten an, mit der Auslese der besten, schon bestehenden Weinstöcken und der Einpflanzung neuer Stöcke, den lokalen Regeln des Weinanbaus folgend, welche die Zucht der Reben als niedrige Bäumchen vorsehen. Durch gezielte Arbeitsvorgänge während der Beschneidungsphase sind die Erträge pro Hektar drastisch gesunken, mit dem Resultat, Weine mit einer starken Persönlichkeit zu gewinnen, wie den Duca San Felice, mit einer heutigen Erzeugung von ungefähr 300.000 Flaschen. In einer weiteren Phase bewies sich der Betrieb mit Erfolg in der Durchführung von Versuchen, z.B. der Einfuhr von neuen in Kalabrien nicht heimischen Reben, wie Cabernet Sauvignon, Chardonnay oder Sauvignon, die sich schnell dem Terroir von Cirò anpassten. Aus diesen Stöcken werden weltweit Spitzenweine gewonnen. Der bekannteste, der Gravello, ein cuveé aus Gaglioppo und ungefähr einem drittel Cabernet Sauvignon, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen in Italien sowie im Ausland. Trotz Einführung aller Innovationen, wo man, mit Ausnahme des Bianco Critone (cuveé von Chardonnay und Sauvignon), autochthone Rebsorten kombinierte und mit den internationalen Sorten zu neuen Dimensionen fand, wandte man sich wiederum der Forschungsarbeit zu, indem man Neubelebung und Erschließung der in Kalabrien heimischen Reben, die ein außergewöhnliches Potential besitzen, durchführte, mit der festen Überzeugung, auf diese Weise der Weinkultur Kalabriens den Glanz vergangener Zeiten wiederzugeben.
  

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