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JERMANN

Das Weingut liegt am Rande der Friauler Spitzenregion, im südlichen Teil des Collio. Und fast scheint es so, als habe Silvio Jermann, der Junior der Winzerfamilie, die geographische Lage zum Programm gemacht: Der junge Önologe übt sich in der Rolle des Außenseiters. Jermann verzichtet auf das Qualitätsweinprädikat DOC-Friuli, er verkauft seine Weine schlicht als Tafelwein. Die Zugehörigkeit zu einer Weinbauregion hält er für nebensächlich, der Wein sollte unabhängig vom Weinbaugebiet leben können. Nur der Name Jermann sei
wichtig. Darum enthält das mit Weinsymbolen verzierte Hauptetikett nur zwei Angaben: den Namen der Rebsorte oder des Weines und das Wort Jermann. Die übrigen gesetzlich vorgeschriebenen Bezeichnungen sind auf das Rücketikett verbannt.
Aber auch in der Art seiner Weine unterscheidet sich Silvio Jermann von der Konkurrenz. Seine Weißweine sind im allgemeinen delikater und säurereicher als der Friauler Typ. Allerdings liegt diese Besonderheit in der Natur der Sache. Jermanns Weinberge sind der Sonne weniger stark ausgesetzt, die Trauben reifen weniger gut als im übrigen Teil des Collio, der Alkoholgehalt hält sich in Grenzen und die fruchtige Säure erreicht überdurchschnittlich hohe Werte. Jermann pflegt diese Besonderheiten. Die Weißweinpalette, die Jermann seinen Kunden bietet, ist weit gefächert. Der Tocai Friulano gehört dazu, der Sauvignon und der Chardonnay, der Pinot Bianco und Pinot Grigio, der Gewürztraminer, der Riesling Renano, der Ribolla ( wird unter dem Namen Vinnae verkauft ) und die Jermann -Spezialität Vintage Tunnina eine Mischung aus Sauvignon, Chardonnay, Malvasia-Istrania, Picolit und Ribolla. Als Weißweinproduzent ist Jermann ein Markenzeichen in Italien ebenso wie für Kenner im Ausland.
  

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